Cani, Piedi e 300 in più. Valle campione.

„Ich glaub‘, mein Hund bellt!“. Das dürften sich am vergangenen Freitag die Fantallenatori der Liga Serie A Siegen-Windeck gedacht haben. Denn der Kapitalismus, der zurzeit den asiatischen Fußballmarkt beherrscht, hat nun auch endgültig Einzug in die Verhandlungsrunden gefunden. So kam es für die bevorstehende Saison 23/24 zu einer regelrechten Hetzjagd nach Rekord-Transfers, die horrende Summen auf den Tisch brachte. Doch der Reihe nach:

Die Präsidenten der zehn Clubs hatten sich verständigt, frühzeitig das Transferfenster zu öffnen, um einem möglichst effektiven Verhandlungstag entgegen zu sehen. Der Trainer von Aston Birra: „Heute möchte ich um halb 11 auf einem Geburtstag sein…“ Schnell zeichnete sich ab, dass in diesen Zeiten nichts mehr planbar ist, als die Verhandlungen um die Abwehr-Positionen erst um 23:15 Uhr beendet waren. Da halfen auch keine halbgaren Burger-Patties, die die letztplatzierten rund um Gastgeber Manuele Capello organisiert hatten.

Stürmisch wie Hurricane Caterina kämpften die Präsidenten also bis tief in den Morgen um die beste Aufstellung für die neue Saison. (1:15 Uhr: Mittelfeld fertig, 3:10 Uhr: Schließung der Transfers)

Fantacalcio Champion 2022/2023: AS VALLE CROCE

Der Schlafmangel konnte jedoch der Feierlaune nichts abtun, denn auch dieses Jahr wurde vorab der amtierende Meister gekrönt und mit dem frisch gravierten Fanta-Pokal prämiert. Der AS VALLE CROCE hatte in einer packenden Schlussphase der vergangenen Saison das Ruder wieder an sich gerissen und konnte am Abend die Trophäe in den Windecker WG-Himmel strecken. Einziger Wermutstropfen: das Sieger-Trikot hatte den Weg von der neuseeländischen Fuchs-Dame zur Meisterfeier nicht rechtzeitig gefunden und muss nun in den kommenden Tagen fernab der Medien überreicht werden.

Der Frisch gravierte Fantacalcio Pokal
Fantacalcio Meister 2022/2023: AS VALLE CROCE

Bomber! Bomber! Bomber!

Dass sich in der Welt des Fantacalcio nichts geschenkt wird, wurde hier erneut mehr als deutlich: so verzeichnet die Liga die bislang teuersten Rekordtransfers seit Beginn der Aufzeichnungen. Während man sich in der Abwehr und im Mittelfeld noch vergleichsweise zurückhielt, explodierten die Summen bei den heißbegehrten Stürmern.

So sorgte in diesem Jahr der AC Biancavilla für besonderes Aufsehen, als er zu einer regelrechten Transfer-Orgie ausholte: gleich zwei Topstürmer konnte der Verein für sich gewinnen: L. Martinez (310) und den teuersten Transfer in diesem Sommer Kvaratskhelia mit beinahe unglaubwürdigen 323 Zählern.

Als Transferhammer der vergangenen Saison wurde die Verpflichtung von D. Vlahovic gehandelt, die beim Trainer des US Saracino für 186 Zähler über den Tisch ging. Zwar ist es ihm erneut gelungen, den Juve-Stürmer für sein Team zu gewinnen, verbucht dafür aber heute schlappe 310 Zähler in seine Bilanz. Verständlich, dass der Trainer zu später Stunde etwas unleidlich wurde – verrückte Zeiten!

Beim Blick in das Tablet des Trainers vom Caselle FC oder auf die aktuellen Top-Transfers, kann man sich wohl auf eine außerordentlich politische und wahnsinnig spannende Saison freuen. Die Karten sind wieder neu gemischt, alles steht vor dem ersten Spieltag wieder offen!